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Sachsen2018-07-11T14:04:49+00:00

Angelschein machen in Sachsen

Anmeldung zur Fischerprüfung

In Sachsen besteht die Pflicht zur Teilnahme an einem 30-stündigen Vorbereitungslehrgang mit theoretischem Teil und einer praktischen Einweisung in den Gebrauch der Fanggeräte und die Behandlung der gefangenen Fische als Zulassungsvoraussetzung zur Fischereiprüfung.

Die Fischereiprüfung wird von der Fischereibehörde abgenommen.

Der Vorbereitungslehrgang wird vom Sächsischen Landesfischereiverband e. V., einem anerkannten Verband oder von anderen Anbietern durchgeführt. Eine Übersicht der Lehrgangsleiter finden Sie hier.

Termine für die Vorbereitungslehrgänge erhalten Sie entweder auf Anfrage bei den Lehrgangsleitern oder bei anderen Anbietern auf der Internetseite.

Der genaue Prüfungstermin wird Ihnen nach der Teilnahme am Vorbereitungslehrgang von der Prüfungsorganisationsstelle mitgeteilt, nachdem Ihre Daten übersandt wurden.

Welche Fischereischeine gibt es?

Wenn Sie einen Angelschein in Sachsen machen möchten, müssen Sie sich zwischen folgenden vier Arten entscheiden:

  • Fischereischein für Personen, die das 14. Lebensjahr vollendet und die Fischerprüfung bestanden haben oder die erforderliche Sachkunde auf andere Weise nachweisen können
  • Jugendfischereischein für Personen, die das 9., aber noch nicht das 16. Lebensjahr vollendet haben. Diese dürfen nur in Begleitung eines volljährigen Fischereische-Inhabers angeln (außer sie sind seit mindestens einem Jahr Mitglied in einem Anglerverein)
  • Personen, die aufgrund einer nachgewiesenen Behinderung nicht in der Lage sind, eine Fischereiprüfung abzulegen, kann ein Fischereischein ohne Fischereiprüfung erteilt werden (diese dürfen dann die Fischerei nur in Begleitung eines volljährigen Fischereischein-Inhabers ausüben)
  • Gastfischereischein für Personen, die ihren Hauptwohnsitz außerhalb von Sachsen und keine Fischereiprüfung abgelegt haben. Dieser kann auch von den Anglerverbänden ausgehändigt werden (Gastfischereischeine werden nur erteilt, wenn der Antragsteller in geeigneter Weise nachweisen kann, dass er die erforderliche Sachkunde über den Umgang mit gefangenen Fischen, insbesondere das tierschutzgerechte Töten, besitzt)

Wie lange sind die Fischereischeine gültig?

Der Jugendfischereischein ist bis zu sieben Jahre gültig, verliert jedoch mit Vollendung des sechzehnten Lebensjahres seine Gültigkeit.

Der gängige Fischereischein wird üblicherweise auf unbeschränkte Zeit erteilt.

Der Gastfischereischein wird nur für die Dauer eines Monats, in begründeten Einzelfällen bis zu sechs Monaten ausgehändigt.

Wo beantrage ich den Fischereischein?

Den Fischereischein beantragen Sie zum Zeitpunkt der Anmeldung zum Vorbereitungslehrgang bei dem Lehrgangsleiter bzw. dem durchführenden Angelverein. Sie erhalten nach Ihrer Fischereiprüfung einen Bescheid über das Ergebnis Ihrer Prüfung, wahlweise mit oder ohne Rechnung des Fischereischeins in Abhängigkeit davon, ob Sie diesen im Voraus beantragt haben. Sobald Sie die Rechnung beglichen haben, erhalten Sie Ihren Fischereischein per Post zugesandt.

Für den Antrag benötigen Sie folgende Dokumente:

  • Formular „Antrag auf Ersterwerb des Fischereischeins“ (Anmeldung zur Fischereiprüfung)
  • aktuelles, farbiges Lichtbild (Hochformat 45 x 35 mm ohne Rand)
  • Personalausweis (Kopie beider Seiten)
  • bei Ersterteilung: Sachkundenachweis (Prüfungszeugnis im Original/als beglaubigte Kopie)

Ab wann darf man die Fischerprüfung machen?

Der Jugendfischereischein wird ab vollendetem 9. Lebensjahr bis 16 Jahre ohne abgelegte Fischerprüfung erteilt.
Für den gängigen Fischereischein darf die erforderliche Fischerprüfung ab dem 14. Lebensjahr abgelegt werden, die Fischereischeinpflicht in Sachsen beginnt gleichzeitig ab dem 14. Lebensjahr.

Die Fischerprüfung

Die Fischerprüfung besteht aus insgesamt 60 Fragen aus 5 Sachgebieten, von denen jeweils 12 beantwortet werden müssen. Bestanden haben Sie, wenn Sie mindestens 45 Fragen richtig beantwortet haben. Aus jedem Themenkomplex müssen dabei mindestens 8 richtig beantwortet werden. In Sachsen erfolgt die Prüfung elektronisch (vor Ort am PC), Sie haben insgesamt 90 Minuten Zeit, um die Fragen in Multiple-Choice-Form zu beantworten.

Die Prüfung enthält Fragen aus den folgenden Sachgebieten:

  • Allgemeine Fischkunde (Bau des Fischkörpers, Bau und Funktion der Organe, Altersbestimmung, Unterscheidung der Geschlechter, Fischkrankheiten)
  • Besondere Fischkunde (Artenkenntnis)
  • Gewässerkunde (Gewässertypen, Gewässerzonen, Sauerstoff- und Temperaturverhältnisse, Fischhege, Besatzmaßnahmen, Gewässerökologie, Gewässerpflege, Gewässerverunreinigungen)
  • Gerätekunde (erlaubte und verbotene Fanggeräte, Fangmethoden, Behandlung gefangener Fische, Entnahme von Wasserproben)
  • Gesetzeskunde (Grundzüge und wichtige Einzelbestimmungen des Fischereirechts, des Natur- und Artenschutzes, des Tierschutzes, des Umweltrechts und des fischereispezifischen Straf- und Ordnungswidrigkeitenrechts)

Anerkennung Fischerprüfung

Da in Sachsen ein 30-stündiger Präsenzkurs vor der Fischerprüfung absolviert werden muss, fragen Sie sich mit Sicherheit, ob es Möglichkeiten gibt, diese Regelung legal zu umgehen.

Gemäß § 6 (1) DVO-FischG Sachsen gilt:

„Die staatlich abgenommenen oder staatlich anerkannten Fischerprüfungen der anderen Bundesländer werden als Fischerprüfung nach dem Fischereigesetz anerkannt, wenn zum Zeitpunkt der Ablegung der Prüfung der Antragsteller seine Hauptwohnung in diesem Land hatte.“

Haben Sie Ihren Wohnsitz also zum Zeitpunkt der Prüfung in Sachsen gehabt, wird Ihnen das Fischerprüfungszeugnis des anderen Bundeslandes nicht anerkannt.

Gemäß §21 des Sächsischen Fischereigesetzes kann Ihnen ein sächsischer Fischereischein nur unter folgenden Bedingungen ausgestellt werden:

„(1) Der Fischereischein wird nur erteilt, wenn der Antragsteller (…)

2. die für die Ausübung der Fischerei erforderliche Sachkunde besitzt (…)

(2) Der Nachweis der Sachkunde ist, abgesehen von den Fällen des Absatzes 3, durch erfolgreiches Ablegen der Fischereiprüfung zu erbringen.

(3) Als sachkundig gelten: (…)

  1. Personen, denen bereits ein Fischereischein ausgestellt worden ist.

Satz 1 Nr. 3 gilt nicht für Fischereischeine anderer Bundesländer, die ohne Sachkundeprüfung ausgestellt werden, sowie für Jugendfischereischeine.

Haben Sie also bereits eine Fischerprüfung in einem anderen Bundesland abgelegt und direkt im Anschluss einen Fischereischein erhalten, kann dieser als Sachkundenachweis anerkannt werden, darauf besteht jedoch keine Garantie – lassen Sie sich in diesem Fall zur Sicherheit die Anerkennung des Fischereischeins eines anderen Bundeslandes im Vorfeld schriftlich bestätigen.

Wie viel kostet der Fischereischein?

Die Kosten für den Pflicht-Präsenzkurs variieren je nach Verein oder Anbieter. Bei der Angelschule Dresden zahlen Sie beispielsweise 80,00 € zzgl. Ausbildungsmaterial.

Der Fishing-King Onlinekurs kann in Sachsen derzeit nicht als Alternative zum Präsenzkurs, sondern lediglich als Lernbegleitung neben dem Präsenzkurs als Ergänzung angeboten werden. Dieser kostet 49,90 €.

Die Prüfungsgebühr beläuft sich auf 30,00 €.

Für den Antrag des Fischereischeins kommen zusätzlich Kosten in Höhe von 34,00 € auf Sie zu.